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Aug
13

Das Ende ist der Anfang von etwas Neuem

1 Woche ist nun vergangen seit der Rückkehr aus Rom.
1 Woche habe ich bewußt nichts in den Blog geschrieben.
1 Woche habe ich aber auch gebraucht, um irgendwie „anzukommen“ – und habe es trotzdem bis jetzt nicht geschafft.

Trotzdem will ich meinen Reisebericht heute abschließen.
Eine kurze Nachlese:
Mit dem Nachtzug von Rom über die Alpen nach München zu fahren ist schon etwas besonderes. Wer immer das mal machen will, dem empfehle ich aber, einen Schlafwagenplatz zu nehmen. Mit Komfort hat nämlich auch ein einfacher Liegewagen nicht viel zu tun. 6 Personen auf engem Raum, Klimaanlage funktionierte nicht wirklich, das Fenster zwar entriegelt, aber nicht zu öffnen, da könnt ihr Euch vorstellen, wie das war. Wir haben uns aber die Laune nicht verderben lassen. Für mich war es anderweitig eine interessante Erfahrung. Geisterhaft huschten die Landschaften und Orte im Eiltempo an mir vorbei, die ich in den Wochen zuvor durchwandert bin. Die Entschleunigung wurde im Zeitraffer aufgelöst. Immer wieder schaute ich aus dem Fenster: im Viertel-stunden-takt liefen Pilgertage, Pilgerwochen an mir vorbei – unwirklich…
Die Anschlußzüge haben wir alle erreicht, die bahn war pünktlich in Erfurt und dort habe ich meinen/unseren Hund wiedergesehen. Er erkannte mich sofort und die Freude war groß.
Nur wenige Stunden später feierten wir eine schöne Dankmesse in St. Wigberti in einer vollen Kirche mit vielen Freunden, Bekannten und Unbekannten – Menschen die ich nur aus der Virtualität des Blogs kannte. Es war sehr berührend. Endlich daheim!
Ich habe mich wirklich darüber gefreut.
Gut, daß die Woche im Zeichen der Vorbereitung auf das Patronatsfest stand. Es gab viel zu tun, zu organisieren, was ein bisschen die Umstellung erleichterte.
Gestern, heute und morgen werden viele Menschen unser Kloster besuchen und wenn dann am Montag langsam Ruhe einkehrt beginnt für mich das zweite Kapitel der Pilgerreise.
Das sortieren von Gedanken, Notizen, Bildern, Filmen. Postkarten werde ich noch schreiben müssen. Die Preise 1 + 2 muß ich noch versenden und meine Post und emails auswerten.

Und nun?
Es geht weiter. Das Ende einer Sache ist immer der Anfang von etwas Neuem.
Ich werde in der nächsten Zeit noch einmal auf den Weg zurückkehren und in den nächsten Wochen und Monaten einen Bild/Film-bericht ausarbeiten und viel schreiben. Was am Ende dabei herauskommt werdet ihr, die Blogleser als erstes erfahren. Und so ist dies hier der letzte Eintrag des Kapitels meiner Pilgerwanderung auf der Via Romea – aber auch der beginn von etwas neuem.
Ich danke Euch allen, den Mitlesern, Mitbetern, Spendern, Mitkommentieren, Mitpilgerern!
Ohne Euch wäre der Weg ungleich schwerer gewesen, ja, wahrscheinlich nicht zu machen gewesen.
Eine gesegnete Zeit, wünschte Euch,
Euer Br. Klaus

5 Kommentare

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  1. Götz Hartmann sagt:

    Lieber Bruder Klaus,

    ich bin froh, dass Sie Ihre Pilgerreise gut hinter sich gebracht haben und jetzt wieder gesund zu Hause sind. Ihr Blog habe ich mit viel, viel Interesse und Anteilnahme verfolgt. Nach so einer Erfahrung ist es bestimmt schwierig, auch im Alltag daheim wieder sein Schrittmaß zu finden. Ich wünsche Ihnen dabei alles Gute und Gottes leitende Hand.
    Ich wohne in Berlin und fliege gelegentlich nach Frankfurt. In der Luft bin ich wahrscheinlich schon oft an Werningshausen vorbeigekommen. Thüringen mag ich sehr; ich habe sechs Jahre in Jena gewohnt. Vielleicht komme ich im nächsten Jahr wieder einmal auf dem Landweg in die Gegend. Dann würde es mich freuen, in St. Wigberti Halt zu machen und Sie kennen zu lernen.

    Einstweilen alles Gute und herzliche Grüße aus Berlin,
    Ihr Götz Hartmann

  2. Sabine L. sagt:

    Lieber Bruder Klaus,
    es hat mich sehr gefreut, als ich heute Ihren aktuellen Bericht gelesen habe.Ich hoffe, daß man nun selbst auch in gewisser Weise sich damit abfinden kann, daß jetzt alles vorbei ist. Bisher wollte ich es immer noch gar nicht so recht glauben. Aber wie Sie selbst so wahr schreiben – Das Ende ist der Anfang von etwas Neuem – .Und dafür wünsche ich Ihnen alles Glück auf Erden, und natürlich ganz viel Freude mit Ihrem kleinen Hündchen Wicky.
    Vielleicht habe ich mal die Gelegenheit, Sie bei einem Klosterbesuch persönlich kennenzulernen.
    Herzliche Grüße
    Sabine L.

  3. Phillip sagt:

    NICE 😉

  4. Dr. Uwe Schott sagt:

    Lieber Bruder Klaus,
    ja, nach dem Weltraumflug ist die Landung mit dem Raumschiff auf der Erde immer der schwierigste Teil. Um so mehr freut uns Leser Dein nun doch noch geschriebener Heimkehrer.Blog, der zeigt, dass Du -zwar noch etwas schwankend-
    mit beiden Beinen wieder auf der Erde, sprich St. Wigberti, gelandet bist.

    Falls Du irgendwann einmal (man weiß nie) nicht nur bei Sortieren und Nachlese, sondern real wieder nach Moscaio kommst, bist Du natürlich willkomen; u.a. wartet ja noch der herrliche Bergweg von Corezzo über Frassineta -Pezza – Giona auf Dich.

    Heute ist hier (an einem Montag!) der Feiertag FERRAGOSTO, da habe ich ganztägig grünes Licht für meine PC-flatrate und nütze das gleich aus.

    Herzliche Grüße – e vai con Dio!
    Uwe

  5. Mickmann PFSB, Br Ottmar - M. sagt:

    Lieber Bruder Klaus,

    Rom liegt nicht gleicht vor der Haustür, Du lieber Klaus bis ein Weg gegangen, den ich eindeutig mit gegangen bin. Wir beide haben eine katholische Heimat und sehen, wie oft der lebendige Geist des wahren Öumenischen Frühling der Kirche, mit unter leider auch herbstliche Züge bekommen hat..
    Du lieber Klaus, Ihrer meine lieben Brüder von St. Wigberti und ich, haben unsere
    Erfahrungen gesammelt was ökumenischer Frühling, ökumenische Offenheit und
    auch eine lebendige ökumenische Gemensamkeit bedeutet für uns.
    Jeder von uns muss mitgehen auf diesen mit unter steinigen Weg der Einheit, der
    Offenheit, der Lebendigkeit und der Achtung eines anderes denkenden
    Mitchristen.
    Die Amtskirche um uns rum, braucht etwas frischen Wind der Lebendigkeit, so
    auch dann beseelt von einer klaren, offenden und glaubwürdigen Lebendigkeit,
    ich weiß schon was ich hiermit zum Ausdruck bringe.
    Lieber Klaus, Dein Weg nach Rom geht in jeden von uns weiter.
    Wir alle sehen uns, nach diesem frischen Wind, der jeden von uns beseelen
    kann und auch sollte.
    So ist keiner Deiner Schritte Klaus umsonst, wir sollten weitergehen diesen
    Weg in unserer benediktinischen Gemeinsamkeit, für einen neuen Morgen
    einer Kirche aller, wo katholisch, evangelisch, ortholodox und angilkanisch
    keine Fremdwörter mehr sind.
    So lieber Klaus, machen wir die Schritte weiter, Du mit den Brüdern in
    St. Wigberti und ich in dieser kleinen Oase St. Patrick.
    „So können wir in die Stille gehen,
    dann mit einfachen Schuhwerk nach aussen treten. “
    Dieses sind meine mitbrüderlichen Wünsche an Dich lieber Klaus und an Deinen
    und meinen Mitbrüdern von St. Wigberti.
    Diesen Wunsch auch an alle unseren Schwestern und Brüder über die ungewollten Konfessionellen Grenzen hinaus.
    Danke für Deine Schritte, wir gehen weiter……………………

    Mit nordischen Gruß, wie auch mit einem leichten, frischen Wind, der beseelt ist unsere weitere Schritte der Einheit und der Versöhnung im ökumenischen Geiste
    mit zu gehen.

    In dieser Verbundenheit und unserer Brüderlichkeit
    verbleibe ich, mit Dir lieber Klaus und Euch meine Brüder
    Dein und Euer
    Kleiner Bruder Ottmar des Benedikts

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