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Jul
25

Tag 90 + 1 – Rom (ges. 1727 km)

Bevor ich über meinen heutigen 1. Tag „nach“ der eigentlichen Pilgerwanderung berichte, noch ein Wenig übrr den gestrigen Tag, meiner Ankunft auf dem Petersplatz.
Ihr könnt mir glauben, es waren sehr emotionale letzte Kilometer. Mit Aurelian, dem Pilger aus Frankreich kämpften wir uns entlang der Straßen hinein nach Rom, wobei man die ewige Stadt eigentlich nicht zu srhen bekommt, sondern immer nur Vororte und immer ist da noch ein Hügel und noch einer. Der letzte jedoch ist der schönste: Der Berg der Freude, der Monte Gaudeo!
Als wir hier einen wirklich grandiosen ersten Blick auf Rom mit Vatikan hatten, schlug uns beiden das Herz bis zum Hals!
So eine Freude, Sehnsucht, Erwartung!
Aber es war noch so früh am Tag. Wir genossen den Blick auf unser, noch4 km entferntes Ziel und begosden es mit einer Büchse Bier.
Fast 3 Stunden konnten wir uns an dem Blick nicht sattsehen.
Aurelian wollte dann irgendwann weiter, er suchte noch nach einer Herberge.
Ich selber genoß die letzten Kilometer und sog sie in mich auf.
Eine Eigenartige Mischung der Gefühle. Riesenfreude, Erleichterung Dankbarkeit, Vorfreude und auch etwas Wehmut.
Nur noch wenige Meter bis auf den Platz. Ich mußte einfach immer wieder stehen bleiben. Ich bekam fast keine Luft. Mir kullerten die Tränen und als ich dann auch mein Empfangskomitee sah, Pater Franz, meinen Prior und 4 Freunde aus Haßleben, brachen die letzten Dämme. Ich hatte mir den Augenblick, gerade in schweren Stunden so oft ausgemalt:
und er war noch viel schöner!
Es war als purzelten Tonnenschwere Steine auf einmal von meinem Herzen. Hatte sich wirklich soviel aufgestaut?
Ganz große Freude auch, daß Schw. Brunhilde von den Pallotinerinnen, in deren Gästehaus wir jetzt wohnen können, auch zum Empfang da war!
Ich bin im Moment sehr durcheinander. Das vergangene ist noch so präsent, die jetzige Situation so anders. Alles rotiert. Ich muß mich erstmal ordnen. Meinerseits gibt es viel Nachholbedarf beim erzählen ( danke an die Geduld meiner Zuhöhrer), soviel bricht sich bahn und doch ist jetzt die Ruhe plötzlich weg. Die vielen Menschen hier in Rom auf den Straßen sind richtig Streß für mich.

Via Romea fans vor San Pietro

Wir haben den heutigen Tag mit einem Besuch des Petersdomes begonnen.Ich konnte meine Gebetsanliegen nochmal ordnen und abgeben. Und natürlich meine Credencial abholen. Dazu muß man in die Sakristei und das Pilgerbüro darunter. Dort trifft man tatsächlich auf weitere Pilger UND Krystyna!
Pilger finden sich immer wieder, egal wie verschlungen die Wege sind, egal wie groß die Städte!
Krystyna sucht aber weiterhin nach Unterkünften in Rom bis 03. August, unserer Audienz beim heligen Vater.
Das ist, gerade im Zentrum von Rom gar nicht so leicht.
Heute nacht ist sie auch erstmal hier.
Alle haben wir den Nachmittag etwas Sightseeing gemacht und Ruhe genossen.
Ich muß noch herausfinden, was mein Körper und mein Geist will.
Ich freue mich auch sehr über die Überraschung mit den Via Romea – poloshirts.
Tolle Idee. Und so tingelt jetzt eine kleine Gruppe einige Tage durch Rom als wandernde Litfaßsäule fü diesen, schweren, aber schönen und wertvollen Weg.
Es gibt in den nächsten Tagen noch einiges zu tun. Ich melde mich wieder und sage EUCH ALLEN DA DRAUßEN NOCHMALS :
HERZLICHEN DANK!

7 Kommentare

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  1. Gabi und Frank aus Arnstadt sagt:

    Halleluje– Halleluja- Halleluja !!!!!!!!!

    Hallo Klaus, lieber Prior Franz;
    gestern haben Gabi und ich die neusten Bilder gesehen, wir können Dir, lieber Klaus, Deine Emotionen nachvollziehen. Auch Dir lieber Franz. Auch Euren Freunden aus Haßleben. Wir wünschen Euch schöne Tage in Rom und für die Audienz beim Heiligen Vater Gottes reichlichen Segen und möge sein Geist Euch das in den Mund legen, was gut ist.

    Im Herrn befohlen und gegrüßt
    Gabi und Frank !

  2. Sabine L. sagt:

    Lieber Bruder Klaus,
    mit großer Erwartung habe ich mich schon auf den heutigen Bericht gefreut, und er ist wunderbar und ergreifend geschrieben. Ich glaube Ihnen, das Sie die Emotionen erst einmal überrollen, war die Freude doch so groß über die glückliche Ankunft in Rom. Aber nun ist es geschafft, und es warten ja in den nächsten Tagen noch einige Höhepunkte, die zu unvergeßlichen Erlebnissen für Sie sein werden.
    Viele schöne Stunden in Rom.
    Sabine L.

  3. Götz Hartmann sagt:

    Lieber Bruder Klaus,

    meinen herzlichsten Glückwunsch zur Ankunft in Rom! Sie haben wirklich etwas sehr Besonderes geleistet und viele daran teilhaben lassen. Vielen Dank dafür! Erholen Sie sich gut, genießen sie die Zeit in Rom!

    Alles Gute und weiterhin Gottes Segen,
    Ihr Götz Hartmann

  4. Steffi sagt:

    Lieber Bruder Klaus,
    da bekomme ich ja selber einen Kloß in den Hals bei deiner Beschreibung von der Ankunft in Rom… Ich freu mich so sehr, dass du es geschafft hast !!!!
    Noch gesegnete Tage wünsche ich
    in der Ewigen Stadt.
    Liebe Grüße, steffi aus Wermelskirchen.

  5. Patrizia sagt:

    lieber Bruder Klaus,
    zur Ankunft habe ich schon gratuliert. Spontan moechte ich noch zu diesem Bericht gratulieren. Er ist der schoenste, innigste, wahrste, bewegendste, den ich auf diesem Blog gelesen habe. Danke

  6. Maximilian Bogner sagt:

    Lieber Br. Klaus,
    Gratuliere zu deiner vollendeten Pilgerwanderung.
    Ich wünsche Dir viel Freude, wenn du einige berühmte Kirchen wie z. B. die 4 Hauptkirchen von Rom besuchst.
    Und mögest du Krystina nochmal treffen – Ihre beide (oder noch mehr ) als Rompilger dann zum Papst.
    Grüß
    Maximilian

  7. Peter Frabk sagt:

    Lieber Bruder Klaus,
    von mir auch herzliche Glückwünsche zu Ankunft in Rom.
    Die Emotionen sind sicherlich überwältigend und verständlich nach dem langen und sicher entbehrungsreichen Weg!
    Haben Sie eine gute, gesegnete Zeit in Rom und grüßen bitte auch Pater Franz herzlich
    Ihr Peter Frank
    zur Zeit in St Wigberti in Werningshausen

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