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Jul
20

Tag 86 – Vetralla 17,4 km (ges. 1645,3 km)

Heute gibt es eigentlich nichts wirklich Neues zu berichten. Ich habe gut geschlafen und bin dann Richtung Süden meiner Wege auf der Via Francigena gezogen. Falsch machen kann man dabei eigentlich nichts. Der Weg ist hier ganz gut ausgeschildert und führt mal links und mal rechts an der SS2, einer der Hauptstraßen nach Rom, entlang. Sogar an den Unterführungen eird deutlich aufgepinselt, wie man nach der Unterschreitung zu gehen hat. Interessant waren die ersten Kilometer nach Viterbo; da hat man Wege einfach in den Berg hineingefräst, sodaß man wie durch eine Schlucht läuft. Fast unheimlich, denn der Weg war manchmal nur 3-4 meter breit und dann ging es rechts und links 12 – 15 meter senkrecht hoch.
In Vetralla angekommen begann wieder meine Suche nach einem Quartier und im 2ten Anlauf klappte es auch. Allerdings nenne ich es mal vorsichtig suboptimal.
Das ist irgendwie eine Unterkunft für gestrandete Jugendliche in einem ehemaligen Kloster. In einem Mehrbettzimmer schlafe ich mit 3 Jugendlichen, die zwar ihre Hip-Hop-klamotten peinlichst zu pflegen scheinen, aber der Siff und das Gerümpel drumrum stört sie irgendwie nicht. Der Verantwortliche, ein Rumäne, der leider kein englisch und nur minimal deutsch spricht, fragte mich, ob ich vielleicht ungarisch könne, denn in Österreich gäbe es ja eine ungarische Minderheit und Österreich liegt ja gleich neben Deutschland.
Naja, ich sagte ihm, daß es da wohl wahrscheinlicher wäre, daß ein Sizilianer deutsch sprechen müßte, denn schließlicht lebt auch eine deutschsprachige Minderheit in Italien, in Südtirol.
Die Hip-Hop-Jungs sind mir ein bisschen zu laut und zu cool und ich muß wohl ein bisschen ein Auge auf meine sieben Sachen haben, besonders auf die Technik, denn als ich Duschen war, hatten sie schon mal meine Sachen inspiziert. So was mag ich gar nicht!

Der Countdown läuft

Die Dusche habe ich vorher erstmal sauber gemacht, denn auch hier stand der Dreck. Klar ist: Hape Kerkeling hätte hier sicher nicht eingecheckt!
Morgen bin ich in aller Frühe hier weg. Der Weg hält weiterhin Überraschungen parat.
Es ist eben erst vorbei, wenn’s vorbei ist!
Noch 3 mal die Suche nach einer Unterkunft, dann werde ich endlich etwas „festes“ haben. Ich glaube, das ist so mit das Wichtigste auf das ich mich freue.
Wie weit es genau noch ist, weiß ich nicht.
Straßenschilder wiedersprechen sich, Weganzeigen ebenfalls und außerdem laufe ich ja sowieso immer meine 1-2 Extrakilometer, bis ich etwas zum Schlafen habe. In meiner Statistik zähle ich das teilweise mit.
Ich denke, irgendwas um die 65 – 70 km.
Recht komfortabel für die letzten 4 Lauftage.
Morgen geht es nach Sutri.
Mein Knie hält, ich bin gesund, dank sei Gott!
Gute Nacht, bis morgen!

7 Kommentare

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  1. Phillip sagt:

    Hey Klaus, sag dem Rumänen morgen früh (Klanglaut!):
    >>Multzu Mesk<<, was vielen Dank heißt und sieh zu mit den
    sieben Sachen geschlossen auf den Weg zu kommen. Das gehört DIR, das ist DEIN roter Teppich, das kann DIR niemand nehmen!! Bin sau sau stolz auf dich!!!

  2. Frank und Gabi sagt:

    Hey lieber Klaus.
    Das ist war, was Dein ist, soll Deins bleiben. Die Hipp- Hopp- Jungs wissen nicht was Du geleistet hast, das sollen sie erst einmal nachmachen.
    Es war richtig am nächsten Morgen sich zu „verdrücken“. Dank sei unserm Herrn, das es Dein Knie gestärkt hat.
    Gabi und ich sehen Dich ja dann wieder zum Jahresfest.
    Bis da hin verfolgen wir täglich Deinen Weg, schon seit Beginn.

    Gottes Segen in Rom wünschen Dir , im Herrn
    verbunden
    Gabi und FRank Aus Arnstadt/ Germany

  3. Götz Hartmann sagt:

    Nanu? Schon halb eins und noch keine neuen Bilder? Bin leicht besorgt – die Hip-Hopper werden doch wohl Ihre Sachen in Ruhe gelassen haben?

    Das wünscht Ihnen jedenfalls sehr
    Ihr Götz Hartmann

  4. Hartmut Lindner sagt:

    Hallo Bruder Klaus,

    es ist bald geschafft. Die 7 Hügel von Rom müßtest Du schon fühlen oder erahnen. Wahnsinn, was für eine Leistung. Hochachtung!
    Ich bin auf Rügen im Urlaub. Hatte mir wegen Deiner Pilgerreise extra einen Stick gekauft, aber hier oben ( Bakenberg am Kap Arkona ) ist kein Empfang. Da habe ich meine freundlichen Nachbarn Heidi und Peter von Deiner Pilgertour erzählt. Sofort hatte ich Internetzugang. Du siehst, alle Menschen stehen hinter Dir. Also, gehe es ruhig an die letzten Kilometerchen. Dann ist es geschafft !!!
    Oder auch nicht. ich glaube, dann geht es erst richtig los. Denn alle Deine „Daumendrücker“ wollen dann sicher live wissen wie es war. Also Vorträge, Seminare…und und und. Vielleicht schreibst Du ein Buch. Nicht schlechthin eine Reisebeschreibung. Nein, über Deine Erfahrungen auf der Reise, vor allem mit den Menschen, mit den unterschiedlichen Charakteren. Ist interessant, denke ich. Wäre schön, könntest Du auch mal wieder nach Eisenberg kommen, die Menschen hier haben großes Interesse.
    Also, nochmals, die Goten haben es vor hunderten von Jahren nicht geschafft, Du schaffst es – Rom. Und mit Dir schafft es das große Ziel, welches Du dort hin trägst-mögest Du Gehör finden.

    Gehe aufrecht in die heilige Stadt, Du bist einer, der aufrecht gehen darf und muß.

    Das wünscht

    Hartmut Lindner aus dem schönen Eisenberg und jetzt vom wunderschönen Bakenberg bei Dranske/Rügen

  5. Hartmut Lindner sagt:

    Hallo Bruder Klaus,

    Du hast es bald geschafft. Und ich bin geschafft. Ich bin auf Rügen im Urlaub. Der Stick funktioniert nicht, kein Empfang hier in Dranske/Bakenberg. Aber meine freundlichen Nachbarn Peter und Heidi haben mir Ihren Internetzugang zur Verfügung gestellt. Aber auch das scheint nicht zu klappen. Wie dem auch sei.

    Du müßtest schon die 7 Hügel Roms fühlen oder erahnen. was die Goten ( Theoderich ) damals nicht geschafft haben, schaffst Du-die „Einnahme“ Roms. Du hast in den letzten Wochen großartiges geleistet. Herzlichen Dank, das wir „dabei“ sein durften.
    Nur, mit erreichen Roms wird es nicht vorbei sein. Deine „Daumendrücker“ wollen dann sicher live wissen, wie es war, was Du erlebt hast. Vorträge Seminare…und und und. oder ? Vielleicht in Eisenberg ??? Du kennst es ja, eine schöne Stadt mit „schönen“ Menschen. Hat man nicht überall so.
    Vielleicht schreibst Du ein Buch. Kein Reisebericht, nein, ein Bericht über Deine Erfahrungen mit den Menschen, mit unterschiedlichen Charakteren. Kann ich mir interessant vorstellen, das gibt viel Stoff.

    Also, bringe die Idee gut nach Rom. Aber auch danach sollte sie nicht aus der Welt sein. Das ist eine Idee, die verbindet, über alle Grenzen hinweg. In unserer Zeit sehr wichtig.

    Deshalb wünscht Dir auf der Zielgeraden alles Gute

    Hartmut Lindner aus dem schönen Eisenberg
    jetzt vom wunderschönen Bakenberg/Rügen.

  6. BruderKlaus sagt:

    Doch doch, ist noch alles. Früher Vogel fängt den Wurm ; um 05:30 Uhr ear ich auf der Strecke – MIT allen meinen 7 Sachen.
    Technisches Problem, das mit den Bildern. Tauchen auch nicht in der Galerie auf, ABER wenn man auf Slideshow klickt kommen auch die aktuellen Bilder auf.
    Ansonsten ist immer ein sicheres Indiz daß ich noch lebe, die Karte nebenan. Dort sieht man, wann sie aktualisiert wurde und wo ich nin.
    Meine Hoffning hier in Sutri ruht auf den Karmelitinnen. Die sind aber erst ab 15:30 uhr offen für Pellegrinos.
    Was DANACH kommt- keine Ahnung. Ich werde sicherlich die Pilgerreose aufarbeiten, aber in welcher Form, weiß ich noch nicht. Muss sich erstmal setzten lassen.
    Danke fürs Mitlesen und alle Kommentare.

  7. Götz Hartmann sagt:

    Ach so! Dann bin ich froh. Viel Glück mit der Unterkunft nachher!
    Ihr Götz Hartmann

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