Feb
01

Termine: Vorträge über die Pilgerreise nach Rom

Wieder einmal melde ich mich auf diesem Blog um Euch über ein paar Neuigkeiten zu informieren. Da gibt es Einige:

Zuerst einmal scheint die Pilgerreise Früchte zu bringen. Ich will die Erwartungen nicht zu hoch schrauben, aber es wird noch einmal Gespräche über die Ökumene in Rom geben – und zwar Ende Februar. Dazu werden Pater Franz und ich nach Rom reisen – unterwegs (wir wollen mit dem Auto fahren) will ich noch an ein paar Stationen anhalten , um mich noch einmal persönlich bei einigen Leuten zu bedanken, die mich aufgenommen haben. Bei allen wird das leider nicht möglich sein.

Außerdem habe ich Ende April eine Einladung zum “Festival del camminare” in Bozen / Südtirol bekommen. Dort soll ich ebenfalls einen Vortrag halten. Im selben Rahmen wird auch der Wegabschnitt der “Via Romea di Stade” von Brixen nach Bozen eingeweiht. Das war die Teilstrecke, bei der ich so besch… Wetter hatte ;-)

Mittlerweile kann ich auch viele Leute aus meiner Region an meinen Erlebnissen teilhaben lassen und halte einige Vorträge.
An der rechten Seite stehen die aktuellen Termine der nächsten Wochen – (grundsätzlich gilt: Eintritt frei).

Soweit wieder mal von mir – ich wünsche Euch allen da draußen auch für das jahr 2012 einen Buon Camino!

Dez
06

“Zu Fuß nach Rom” – Der Film ist fertig…

Liebe Blogleser,
nach einigem Hin- und her ist nun endlich der Film über die Pilgerreise fertiggestellt !

DVD "Zu Fuß nach Rom"

DVD "Zu Fuß nach Rom"

“Premiere” war am 03. Dezember in Werningshausen und es freute mich sehr, daß doch viele kamen – rund 70 Zuschauer, der kleine Saal war bis zum letzten Platz gefüllt, mehr hätten gar nicht reingepasst. Zudem war Krystyna, die mich in Südtirol begleitete auch mit von der Partie!
Wie das immer so ist bei Premieren war ich natürlich nervös, ob das Konzept funktionieren würde.
Es scheint aufgegangen zu sein. Keiner der Zuschauer hat sich in den 90 Minuten gelangweilt (haben sie jedenfalls gesagt). 1 1/2 Stunden – das ist ja immerhin Spielfilmlänge, aber trotzdem hätte ich Material für viele Stunden gehabt (über 3000 Fotos und 5 Std. Videomaterial). Das größte Problem war wirklich, was ich alles weglassen mußte. Die Entscheidung darüber hat mich in der Vorbereitung am meißten Nerven gekostet.

Nun ist der Film also auf DVD erhältlich – wer will, kann mich anschreiben um eine zu bestellen (für 7 Euro Unkostenbeitrag).
Ich bin auch gerne bereit, den Film in Kirchgemeinden oder bei Veranstaltungen vorzuführen. Einige Anfragen habe ich schon.
Bitte vor Weihnachten nicht mehr.

Nochmals herzlichen Dank an Alle, die mir die Pilgerreise ermöglicht haben und “teilgenommen” haben !

Die nächsten Termine für den Vortrag/Filmvorführung:

So. 18.12. 2011 ab 14 Uhr in Haßleben im Rahmen der Adventsfeier (auf dem Saal bei Partyservice Finke)
Do. 19.01. 2011 17 Uhr in der Pfarrgemeinde Schöten (im Foyer Telemann)

Okt
16

2 Monate später… der Trailer ist fertig!

Nach nun einiger Zeit des Wieder-Eingewöhnens hat mich der Alltag wieder. Aber meine Pilgerwanderung trage ich trotzdem alltäglich mit mir herum: Gut so!
Mittlerweile konnte ich Kardinal Koch treffen und mit ihm sprechen (was in Rom nicht gelang) und auch der Hl. Vater hat vor ein paar Wochen seinen Gegenbesuch in Thüringen abgestattet.

Und meine Vorbereitungen auf Vorträge und den “Film” gedeihen auch. Für die entgültigen resultate müßt Ihr noch ein bisschen zeit mitbringen (ab Dezember geht’s dann richtig los).

Wenn es soweit ist, wann und wo die verschiedenen Termine für Vorträge sind – ich gebe rechtzeitig Bescheid!

Als Appetithäppchen hätte ich dann aber doch einen Trailer zu bieten (extended version):

Aug
13

Das Ende ist der Anfang von etwas Neuem

1 Woche ist nun vergangen seit der Rückkehr aus Rom.
1 Woche habe ich bewußt nichts in den Blog geschrieben.
1 Woche habe ich aber auch gebraucht, um irgendwie “anzukommen” – und habe es trotzdem bis jetzt nicht geschafft.

Trotzdem will ich meinen Reisebericht heute abschließen.
Eine kurze Nachlese:
Mit dem Nachtzug von Rom über die Alpen nach München zu fahren ist schon etwas besonderes. Wer immer das mal machen will, dem empfehle ich aber, einen Schlafwagenplatz zu nehmen. Mit Komfort hat nämlich auch ein einfacher Liegewagen nicht viel zu tun. 6 Personen auf engem Raum, Klimaanlage funktionierte nicht wirklich, das Fenster zwar entriegelt, aber nicht zu öffnen, da könnt ihr Euch vorstellen, wie das war. Wir haben uns aber die Laune nicht verderben lassen. Für mich war es anderweitig eine interessante Erfahrung. Geisterhaft huschten die Landschaften und Orte im Eiltempo an mir vorbei, die ich in den Wochen zuvor durchwandert bin. Die Entschleunigung wurde im Zeitraffer aufgelöst. Immer wieder schaute ich aus dem Fenster: im Viertel-stunden-takt liefen Pilgertage, Pilgerwochen an mir vorbei – unwirklich…
Die Anschlußzüge haben wir alle erreicht, die bahn war pünktlich in Erfurt und dort habe ich meinen/unseren Hund wiedergesehen. Er erkannte mich sofort und die Freude war groß.
Nur wenige Stunden später feierten wir eine schöne Dankmesse in St. Wigberti in einer vollen Kirche mit vielen Freunden, Bekannten und Unbekannten – Menschen die ich nur aus der Virtualität des Blogs kannte. Es war sehr berührend. Endlich daheim!
Ich habe mich wirklich darüber gefreut.
Gut, daß die Woche im Zeichen der Vorbereitung auf das Patronatsfest stand. Es gab viel zu tun, zu organisieren, was ein bisschen die Umstellung erleichterte.
Gestern, heute und morgen werden viele Menschen unser Kloster besuchen und wenn dann am Montag langsam Ruhe einkehrt beginnt für mich das zweite Kapitel der Pilgerreise.
Das sortieren von Gedanken, Notizen, Bildern, Filmen. Postkarten werde ich noch schreiben müssen. Die Preise 1 + 2 muß ich noch versenden und meine Post und emails auswerten.

Und nun?
Es geht weiter. Das Ende einer Sache ist immer der Anfang von etwas Neuem.
Ich werde in der nächsten Zeit noch einmal auf den Weg zurückkehren und in den nächsten Wochen und Monaten einen Bild/Film-bericht ausarbeiten und viel schreiben. Was am Ende dabei herauskommt werdet ihr, die Blogleser als erstes erfahren. Und so ist dies hier der letzte Eintrag des Kapitels meiner Pilgerwanderung auf der Via Romea – aber auch der beginn von etwas neuem.
Ich danke Euch allen, den Mitlesern, Mitbetern, Spendern, Mitkommentieren, Mitpilgerern!
Ohne Euch wäre der Weg ungleich schwerer gewesen, ja, wahrscheinlich nicht zu machen gewesen.
Eine gesegnete Zeit, wünschte Euch,
Euer Br. Klaus

Aug
03

Tag 90 + 10= 100: AAA

Liebe Blogleser:
Dies ist heute der Artikel des 100sten Tages der Pilgerreise nach Rom, den ich mit 3mal A tituliere.

1. AUDIENZ:
Heute war er also, der Tag der Audienz in Castel Gandolfo. Ein kleines Städtchen hoch über dem Albaner See und am Ende des des Hauptplatzes findet sich das Portal zur Papst-sommerresidenz, daß auch hier von der Schweizer Garde bewacht wird.
Es war eine Generalaudienz, d.h. der Papst empängt sozusagen niemanden privat, sondern die gesamte Menge sehr allgemein. Wäre ich nur wegen der Audienz nach Rom gepilgert, wäre ich wohl sehr enttäuscht gewesen, denn das alles hatte eine gewisse unnahbarkeit, so wie man das vom Hören-sagen über den Tenno von Japan weiß.
Vielleicht kann Papst Benedikt nicht anders, aber ein bisschen mehr Frische und Lockerheit, wie man es bis zum Schluß auch vom schwerkranken Papst Johannes-Paul II. gewohnt war, würde für den Normalsterblichen das Bild des Hirten wohl mehr verdeutlichen.

Mit Krystyna und Pater Franz

Nun gut, er begrüßte die Pilger aus aller Herren Länder, sprach ein paar Gedanken, spendete den apostolischen Segen und schüttelte in der ersten Reihe ein paar Hände – das war’s.
Da schätzungsweise 3-5000 Menschen da waren, hatten wir das Erste-Reihe-Erlebnis leider nicht.
Wie gesagt, meine Mission war nicht, den Papst zu sprechen, sondern in den 3 Monaten eine Botschaft zu transportieren. Was daraus wird, weiß ich nicht. Es war ein Anfang, nun muß weiter daran gearbeitet werden.

2. AUFLÖSUNG / Quiz
Danken möchte ich allen Teilnehmern und gratulieren den Gewinnern:
Erster Platz: Sabine (Lösungszahl 1028)
Zweiter Platz: Claudia (1180)
Dritter Platz: Peter (1200)
Vom ersten und dritten Gewinner bräuchte ich dann bitte mal die Anschrift per email.

Die gesuchte Zahl lautet: 1000
Ich habe bei der Fragenzusammenstelltung solange nach einer Kombination gesucht, die eine so schöne Zahl ergeben. Die Etappenlängefrage war die variable, um auf das Ergebnis zu kommen.
Hier die einzelnen Lösungen:
1. Die Diskrepanz der Höhenangabe auf dem Passo Serra beträgt 11 Meter
2. Die drittkürzeste Etappe war 10,4 km lang.
3. Die Kollonaden am Petersplatz werden von 144 Statuen geschmückt. Wikipedia sagt das und ich habe nachgezählt.
4. Ich habe tatsächlich 58 mal Pizza gegessen! Nicht immer die.großen Runden, manchmal auch nur ein kleineres Stück, aber manchmal sogar 2x am Tag. Pizza war einfach vom Preisleistungsverhältnis das beste. Essen mit 2 oder mehr Gängen, war bei meinen Budget nur sehr selten drin.
Auf Rang 2 und 3 folgen übrigens Pasta und Döner.
5. Ich habe 14,6 kg abgenommen. Interressanterweise gab es den größten Gewichtsverlust zwischen der 5. und 8. Woche.
6. Ich bin durch 12 Provinzen gelaufen
7. 4 Nächte habe ich in einem Benediktinerkloster verbracht (1x Augsburg, 1x Ettal, 2x Bozen)

11+10,4+144+58+14,6+12=250
250×4= 1000

3.ABSCHIED
Ihr habt ja schon gemerkt, daß ich in den letzten Tagen weniger geschrieben habe. Aber die eigentliche Pilgerwanderung ist ja eben auch mit der Ankunft in Rom vorbei gewesen. Ich werde in den nächsten Tagen noch ab und zu ein paar Bilder hochladen und nach meiner Ankunft noch einmal etwas schreiben, vor allem mich nochmal bedanken. Das kann ich gar nicht oft genug tun. Ich habe Euch sehr viel zu verdanken!
Deshalb bekräftige ich auch nochmal meine Einladung für den kommenden Sonntag, 07.August, 18:00 Uhr in Werningshausen.
Aber wie gesagt, bis dahin war dies mein letzter Blogeintrag und ein bisschen wehmütig lade ich diesen Beitrag nun hoch und schalte das Gerät ab.
Bleibt Gott befohlen,
Euer Br. Klaus

Jul
31

Tag 90 + 7: Rom-abschluß-QUIZ (2)

Guten Abend aus Rom!
Da sind ja ganz unterschiedliche Zwischenergenisse zusammengekommen. Noch ist für alle alles drin. Man kann ja nochmal nachrechnen. Entscheidend ist am Ende das Gesamtergebnis!
Es folgen 3 weitere Fragen, deren Ergebnisse ihr zu der bisherigen Zwischensumme addiert.
Die Antwort der Zusatzfrage ist der Multiplikator der Summe der 6 vorangegangenen Fragen ( also Ergebnisse der Fragen 1 bis 6 addieren und diese Summe mit dem Ergebnis der Zusatzfrage multiplizieren.
Das Endergebnis dann bitte (ohne Lösungsweg) als Zahl einstellen.
Die drei Sieger werden dann am Mittwoch Abend bekanntgegeben.
Es zählt neben dem korrekten Ergebnis das, welches am nächsten dran ist, bei mehreren, welches am schnellsten Einging:

Frage 4:
Was schätzt ihr, an wievielen Tagen meiner Pilgerreise bis zur Ankunft in Rom habe ich Pizza gegessen ?

zu Frage 4

Frage 5:
Wieviele Kg habe ich bis zum Erreichen Roms abgenommen? (Gewicht in kg auf das zehntel Kilo genau, also z.B. 7,6)

Frage 5

Frage 6:
Durch wieviele Provinzen(!) Italiens bin ich auf meiner Pilgerwanderung gekommen. (Die 1. war Bozen, die letzte Roma)

Frage 6

ZUSATZFRAGE (Multiplikator der Summe der Fragen 1-6):
Wieviele Nächte durfte ich eine Benediktinerabtei (nur Männer) meine Pilgerunterkunft nennen?

Zusatzfrage

So, ich weiß, das ist alles nicht ganz leicht, aber mit ein bisschen googeln, Blognachlese und Schätzglück, kann man der Sache schon recht nahe kommen.
Einsendeschluß ist Mittwoch 12 Uhr mittags.

1. Preis: Ein Paar Teleskop-trecking-stöcke (nein, nicht nordic-walking)
2. Preis: Ein nützliches (!) Souvenir aus Rom
3. Eine persönliche Postkarte aus dem Vatikan

Viel Spaß und Freude!

Jul
29

Tag 90 + 5: Rom-abschluß-QUIZ (1)

Heute, nach weiteren Besichtigungen rund um Pantheon und San Pietro startet nun der erste Teil des Abschluß- Quiz:

Bitte die Antwort NUR als Kommentar. Bitte auch keine Lösungswege angeben, sondern nur die eigene Lösungszahl angeben.
Der 1. Teil heute sind 3 Wissensfragen – bitte das Video schauen.
(spätestens am Sonntag folgen dann 3 weitere Fragen)
Die drei Antwortzahlen von heute summieren und die Summe als Kommentar abgeben.
Eigentlich einfach. Wer will, spart sich ein “Zwischenergebnis” auf und nennt dann im Teil 2 die Endsumme. Jeder wie er will.
Die Modalitäten werden im Video erklärt.
Euch ein gesegnetes Wochenende!
PS:
Wie es mir eigentlich geht?:

Rom schafft mich – zuviele Menschen! Ich suche irgendwie die Ruhe.
Ansonsten blendend.

Jul
28

Tag 90 + 4: Rom

Heute stand für uns die dritte der sieben Pilgerkirchen von Rom auf dem Programm. Wie gesagt, ich mache das lieber in aller Ruhe und mit viel Zeit om Gepäck, als alle 7 an einem Tag abzuhetzten.
Sankt Paul vor den Mauern ist nicht nur meine Lieblingskirche, sondern auch die von meinem Abt Pater Franz.

St. Paul vor den Mauern, meine Lieblingskirche in Rom

Eine in meinen Augen vollendete Kirche! Die Bilder seht ihr in der Galerie. Übrigens ist erst vor wenigen Jahren tatsächlich das Grab von Paulus hier gefunden worden. Ein mir sehr lieber Apostel, steckt doch auch in mir immer auch ein bisschen ein Saulus.
Lange Zeit verbrachten wir in und um diese wunderbare Kirche. Was auch besonders interessant dort ist, sind die Abbildungen aller Päpste dort, von Petrus bis Benedikt XVI.
Beeindruckend!
Der Rest des Tages war wieder sehr ruhig. Das tut mir wirklich gut!
Morgen versuche ich mit dem ersten Teil des Quiz online zu gehen.
Bis dahin, eine gute Nacht!

Jul
27

Tag 90 + 3: Rom

Bis jetzt zwickt mich weder die ein, noch die andere Wade, und irgendwie “abtrainieren” tue ich auch nicht. Ich/wir machen ganz normales Touri-programm mit vielen Ruhepausen und völlig entspannt. Rom kenne ich ja aus vergangenen Reisen und so besteht kein Druck für mich, nun unbedingt alles schnellstmöglich ansehen zu müssen. Ich genieße einfach die

Rom zeitlos (St. Giovanni in Laterano)

Freiheit mich treiben zu lassen. Ich habe kein Zeitproblem, ich habe kein Übernachtungsproblem. Ich habe liebe Menschen um mich herum. Was will ich mehr?
Das Quiz ist noch in Arbeit…nur Geduld!
Ich werde auch noch die 7 wichtigen Kirchen besuchen, aber weder an einem Tag noch zu Fuß. Diese Freiheit gönne ich mir. Dafür wirklich jede einzeln und ganz intensiv.
Nach San Pietro am Montag, war heut San Giovanni in Laterano dran. Eigentlich DIE Kirche schlechthin in Rom. Sie ist Bischofssitz (nicht Sankt Peter) des Hl. Vaters, und sie ist die älteste Kirche der westlichen Welt. Und sagenhaft schön. Morgen wollen wir St. Paul vor den Mauern besuchen. Meine Lieblingskirche.
Heute gab es einen wirklich heftigen Gewitterguß, dem ich ganz entspannt zusehen konnte. Ich mußte nicht weiterlaufen, hatte alle Zeit, ihn auszusitzen
– einfach schön.
Ich genieße die Tage hiet unendlich und bin trotzdem wohl einer der “untypischsten” Touristen, dieser Stadt:
Völlig gelassen , ohne sightseeing-hetze und immer noch voller tiefer inniger Freude!

Jul
26

Tag 90 + 2 : Rom / Ruhetag

Wie ihr sicherlich schon festgestellt habt, war ich heute faul und habe nichts hochgeladen. Ich bleibe auch weiterhin faul und schreibe keinen großartigen Blog heute.
Es ist noch das Quiz in Vorbereitung, daß hier in den nächsten Tagen online geht. Gibt schöne Preise, wird aber nicht leicht :-) !
Ich selber bewege mich momentan in einer Art “Vakuum”.
Für Neues bin ich noch nicht zu haben, der Kopf ist einfach noch zu voll.
Aber ein schönes Gefühl, einfach mal “nichts” zu tun.
Bis demnächst,
Br. Klaus

Jul
25

Tag 90 + 1 – Rom (ges. 1727 km)

Bevor ich über meinen heutigen 1. Tag “nach” der eigentlichen Pilgerwanderung berichte, noch ein Wenig übrr den gestrigen Tag, meiner Ankunft auf dem Petersplatz.
Ihr könnt mir glauben, es waren sehr emotionale letzte Kilometer. Mit Aurelian, dem Pilger aus Frankreich kämpften wir uns entlang der Straßen hinein nach Rom, wobei man die ewige Stadt eigentlich nicht zu srhen bekommt, sondern immer nur Vororte und immer ist da noch ein Hügel und noch einer. Der letzte jedoch ist der schönste: Der Berg der Freude, der Monte Gaudeo!
Als wir hier einen wirklich grandiosen ersten Blick auf Rom mit Vatikan hatten, schlug uns beiden das Herz bis zum Hals!
So eine Freude, Sehnsucht, Erwartung!
Aber es war noch so früh am Tag. Wir genossen den Blick auf unser, noch4 km entferntes Ziel und begosden es mit einer Büchse Bier.
Fast 3 Stunden konnten wir uns an dem Blick nicht sattsehen.
Aurelian wollte dann irgendwann weiter, er suchte noch nach einer Herberge.
Ich selber genoß die letzten Kilometer und sog sie in mich auf.
Eine Eigenartige Mischung der Gefühle. Riesenfreude, Erleichterung Dankbarkeit, Vorfreude und auch etwas Wehmut.
Nur noch wenige Meter bis auf den Platz. Ich mußte einfach immer wieder stehen bleiben. Ich bekam fast keine Luft. Mir kullerten die Tränen und als ich dann auch mein Empfangskomitee sah, Pater Franz, meinen Prior und 4 Freunde aus Haßleben, brachen die letzten Dämme. Ich hatte mir den Augenblick, gerade in schweren Stunden so oft ausgemalt:
und er war noch viel schöner!
Es war als purzelten Tonnenschwere Steine auf einmal von meinem Herzen. Hatte sich wirklich soviel aufgestaut?
Ganz große Freude auch, daß Schw. Brunhilde von den Pallotinerinnen, in deren Gästehaus wir jetzt wohnen können, auch zum Empfang da war!
Ich bin im Moment sehr durcheinander. Das vergangene ist noch so präsent, die jetzige Situation so anders. Alles rotiert. Ich muß mich erstmal ordnen. Meinerseits gibt es viel Nachholbedarf beim erzählen ( danke an die Geduld meiner Zuhöhrer), soviel bricht sich bahn und doch ist jetzt die Ruhe plötzlich weg. Die vielen Menschen hier in Rom auf den Straßen sind richtig Streß für mich.

Via Romea fans vor San Pietro

Wir haben den heutigen Tag mit einem Besuch des Petersdomes begonnen.Ich konnte meine Gebetsanliegen nochmal ordnen und abgeben. Und natürlich meine Credencial abholen. Dazu muß man in die Sakristei und das Pilgerbüro darunter. Dort trifft man tatsächlich auf weitere Pilger UND Krystyna!
Pilger finden sich immer wieder, egal wie verschlungen die Wege sind, egal wie groß die Städte!
Krystyna sucht aber weiterhin nach Unterkünften in Rom bis 03. August, unserer Audienz beim heligen Vater.
Das ist, gerade im Zentrum von Rom gar nicht so leicht.
Heute nacht ist sie auch erstmal hier.
Alle haben wir den Nachmittag etwas Sightseeing gemacht und Ruhe genossen.
Ich muß noch herausfinden, was mein Körper und mein Geist will.
Ich freue mich auch sehr über die Überraschung mit den Via Romea – poloshirts.
Tolle Idee. Und so tingelt jetzt eine kleine Gruppe einige Tage durch Rom als wandernde Litfaßsäule fü diesen, schweren, aber schönen und wertvollen Weg.
Es gibt in den nächsten Tagen noch einiges zu tun. Ich melde mich wieder und sage EUCH ALLEN DA DRAUßEN NOCHMALS :
HERZLICHEN DANK!

Jul
24

Tag X (2)

Jul
24

Tag “X” (1)

Auf dem Monte Gaudeo!
Was soll ich sagen?
Ich danke Gott!

Roma!

Jul
23

Tag 89 – La Storta 17 km (ges. 1709,9km)

La Storta gehört schon zu den Vororten von Rom, und das merkt man auch an den vielen Einkaufszentren, den Nummernschildern überhaupt dem vielen Verkehr. Noch kann ich das Zentrum wegen der vielen Hügel nicht sehen. Aber morgen wird es soweit sein.
Ich bin im Moment etwas durcheinander mit meinen Gefühlen: Jetzt ist es also soweit. Morgen der letzte Tag, und trotzdem unwirklich, obwohl der Kopf es weiß. Heute vormittag hat es doch tatsächlich nochmal geregnet und ich bin, bevor ich Deckung gefunden habe, doch nochmal naß geworden. La Storta hat eine Geschichte des Hl. Ignatius von Loyola zu erzählen, der hier auf der Suche nach seinem Platz und seiner Aufgabe in Gottes Wirken, eine Vision gehabt hat, die prägend für sein späteres Leben war. Was ist, was war prägend für mich auf diesem Weg? Ich muß meine Gedanken erst noch ordnen. Zusehr bin ich betäubt und verwirrt von der Freude auf morgen.
Schön auf jeden Fall ist die Begegnung mit dem Rompilger Aurelian aus Paris, der zwar weder englisch noch deutsch noch italienisch spricht, aber wir haben es doch fertig gebracht, uns zu unterhalten. Leute, lernt Latein, das ist eine wirkliche Hilfe beim Vokabeln suchen und (er)finden!
Zusammen sind wir bei den armen Schwestern untergebracht, mit Dusche und 5bettzimmer. Bitte Video schauen. ( der Ort heißt natürlich La Storta)
Was ist aus meiner Suche, Aufgabe und Mission bezüglich der Einen Kirche geworden.

Mit Aurelian nach der orthodoxen Vesper

Hier in Italien hatte ich überkonfessionell wenige Erlebnisse. Die wenigen Ev. Kirchen waren zu. Aber ist ja auch verständlich. Nicht-katholiken sind hier wirklich eine Minderheit. Ich hatte aber immer das Gefühl, daß sich auch hier in Italien der Zeitgeist breit macht. Die Jugend sieht man kaum in der Kirche. Es sind die alten Menschen, die durch Gebet stützen. Heute hatte ich endlich einmal Gelegenheit für einen orthodoxen Gottesdienst ( rum.- orthodox)
Es war eine Vesper, und wir fühlten uns herzlich eingeladen und erhielten auch den Pilgersegen.
Für Gott gibt es nur eine Kirche, getrennt haben sie die Menschen, sagte mir der Priester beim Verabschieden.
Da hat er sicher recht, und deshalb ist es auch an uns Menschen, daran zu arbeiten, diese Trennung zu überwinden.
Morgen will ich die letzten 15 km überwinden, auch wenn es mir ein bissvhen vor dem Verkehr graut.
Aber meine Freude über die Ankunft steht über allem drüberweg.
Ich melde mich morgen Vormiitag nochmal im Blog!
Euch eine gute Nacht!

Jul
22

Tag 88 – Campagnano di Roma 27,1 km (ges. 1692,9 km)

Ich fühle mich wie als kleiner Junge zur Adventszeit, wenn Weihnachten nicht näher rückt und man immer ewig warten muß bis auf dem Adventskranz das nächste Licht entzündet wird. Heute kam noch das Laufbandgefühl dazu, bei dem man meint, auf der Stelle zu treten.
Die Via Francigena macht wirklich große schleifen. Nix war’s mit irgendwie parallel zur Haupstraße. Irgendwann wunderte ich mich, warum es so lange ostwärts ging. Nichts gegen schöne Wege, und das waren sie heute, aber wenn es ewige Umwege werden, dann überlege ich mir für morgen sehr genau, wie weit ich mich von der Direktlinie entferne.
Heute brutto 27 km gelaufen und netto 18 km vorwärts gekommen. Das kann es auch nicht sein. Pilger im Mittelalter haben auch die effektivsten Wege gewählt und sind nicht auf “Schönheit” gelaufen. Ich, Pilger 2011, mache das genauso. Morgen und übermorgen laufe ich auf ROMA.

Heute mal keine Pizza

Mein Kopf ist sowieso schon dort, ich denke an fast nichts anderes mehr.
Durch eine überraschende Geldspritze waren heute auch meine Unterkunftssorgen nichtig, und ich bin einfach in die erstbeste Pension und habe dot eingecheckt. Als ich nach der Messe meinen Pilgerstempel abholen wollte, hat mich der Pfarrer spontan zur Übernachtung im Pfarrheim eingeladen. Ich war auch dort, aber es wäre ein Tischtennisraum gewesen ohne Dusche, also der Minimalstandard. Nein, und das mag jetzt für die hartgesottenen Pilger dekadent klingen, ich bin froh, daß ich Bettchen und Dusche für mich habe, besonders nach so einem Tag. Tolle Landschaft aber viel Hitze, Staub und Höhen- bzw. Kilometer.
Heute Nachmittag habe ich erstmal geschlafen und bin auch jetzt schon wieder sehr müde. Bei der Predigt, wäre ich auch beinahe eingeschlafen, der Pfarrer sprach so ziemlich das langsamste italienisch, was ich bis dato gehört hatte.
Ich danke Gott, es bis hierher geschafft zu haben. Und bitte ihn, die letzten (ca. 32??) km nicht endlos werden zu lassen.
Grüße an Euch alle und gesegnetes Wochenende, ganz besonders nach Mönchengladbach und nach SdC und an den Bodensee-
bis Morgen!

Jul
21

Tag 87 – Sutri 20,5 km (ges. 1665,8 km)

Heute wieder einmal eine Videozusammenfassung vom Tag aus Sutri, einem Städtchen, das eine Besonderheit zu bieten hat. Danke für den Hinweis an Uwe!

Noch ein Nachtrag zu gestrigen Nacht: Die verlief ruhig und war für mich im Morgengrauen beendet, als ich MIT meinen 7 Sachen (Gott sei Dank) um 05:30 Uhr verschwand. Nicht ohne ein Abschiedsgeschenk. Doch seht selbst:

( Noch ca. 50 km bis Rom! )

Jul
20

Tag 86 – Vetralla 17,4 km (ges. 1645,3 km)

Heute gibt es eigentlich nichts wirklich Neues zu berichten. Ich habe gut geschlafen und bin dann Richtung Süden meiner Wege auf der Via Francigena gezogen. Falsch machen kann man dabei eigentlich nichts. Der Weg ist hier ganz gut ausgeschildert und führt mal links und mal rechts an der SS2, einer der Hauptstraßen nach Rom, entlang. Sogar an den Unterführungen eird deutlich aufgepinselt, wie man nach der Unterschreitung zu gehen hat. Interessant waren die ersten Kilometer nach Viterbo; da hat man Wege einfach in den Berg hineingefräst, sodaß man wie durch eine Schlucht läuft. Fast unheimlich, denn der Weg war manchmal nur 3-4 meter breit und dann ging es rechts und links 12 – 15 meter senkrecht hoch.
In Vetralla angekommen begann wieder meine Suche nach einem Quartier und im 2ten Anlauf klappte es auch. Allerdings nenne ich es mal vorsichtig suboptimal.
Das ist irgendwie eine Unterkunft für gestrandete Jugendliche in einem ehemaligen Kloster. In einem Mehrbettzimmer schlafe ich mit 3 Jugendlichen, die zwar ihre Hip-Hop-klamotten peinlichst zu pflegen scheinen, aber der Siff und das Gerümpel drumrum stört sie irgendwie nicht. Der Verantwortliche, ein Rumäne, der leider kein englisch und nur minimal deutsch spricht, fragte mich, ob ich vielleicht ungarisch könne, denn in Österreich gäbe es ja eine ungarische Minderheit und Österreich liegt ja gleich neben Deutschland.
Naja, ich sagte ihm, daß es da wohl wahrscheinlicher wäre, daß ein Sizilianer deutsch sprechen müßte, denn schließlicht lebt auch eine deutschsprachige Minderheit in Italien, in Südtirol.
Die Hip-Hop-Jungs sind mir ein bisschen zu laut und zu cool und ich muß wohl ein bisschen ein Auge auf meine sieben Sachen haben, besonders auf die Technik, denn als ich Duschen war, hatten sie schon mal meine Sachen inspiziert. So was mag ich gar nicht!

Der Countdown läuft

Die Dusche habe ich vorher erstmal sauber gemacht, denn auch hier stand der Dreck. Klar ist: Hape Kerkeling hätte hier sicher nicht eingecheckt!
Morgen bin ich in aller Frühe hier weg. Der Weg hält weiterhin Überraschungen parat.
Es ist eben erst vorbei, wenn’s vorbei ist!
Noch 3 mal die Suche nach einer Unterkunft, dann werde ich endlich etwas “festes” haben. Ich glaube, das ist so mit das Wichtigste auf das ich mich freue.
Wie weit es genau noch ist, weiß ich nicht.
Straßenschilder wiedersprechen sich, Weganzeigen ebenfalls und außerdem laufe ich ja sowieso immer meine 1-2 Extrakilometer, bis ich etwas zum Schlafen habe. In meiner Statistik zähle ich das teilweise mit.
Ich denke, irgendwas um die 65 – 70 km.
Recht komfortabel für die letzten 4 Lauftage.
Morgen geht es nach Sutri.
Mein Knie hält, ich bin gesund, dank sei Gott!
Gute Nacht, bis morgen!

Jul
19

Tag 85 – Viterbo 17,3 km (ges. 1627,9 km)

Kennt Ihr die letzte Etappe auf der Tour de France? Da, wo sie dann am Anfang so dahinrollen und Sekt trinken?
Ich bin zwar noch nicht die Tour gefahren, aber eine viel längere gelaufen. Und deshalb erlebe ich diese Tage der letzten Woche so. Ich schwebe auf der Strecke dahin, völlig unbeschwert (mein Knie hält sich an die Spielregeln und ist brav), ich genieße diese kurzen Etappen und freue mich.
Unterkunftssuche zur Zeit insgesamt leicht. Es klappt nicht immer auf Anhieb, auch heute erst im 3. Versuch. Aber was soll’s. Wovor sollte ich mich fürchten, denn Du bist bei mir.
Die Clarissen heute, die ich als zweite Anfragestation erkoren hatte, konnten mich verstänlichweise nicht aufnehmen. Sie sind noch vom “alten Schlag”, sprich, sehr zurückgezogen. Selbst die Pfortenschwester war nur zu hören, weil zwischen ihr und mir eine Drehlade war. Aber sie haben mir weitergeholfen und Punkt 18 Uhr hatte ich meinen “Pilger-all inclusive”Himmel auf Erden. Der Dank geht an die Schwestern und Don Alfredo von Sant’ Andrea in Viterbo!
Auch nochmal ein herzliches Dankeschön an die Benediktinerinnen von Montefiascone. Heute Morgen, nach Laudes und Messe gab es nämlich noch Frühstück und einen Anhänger für meinen Rucksack. Da klimpern jetzt schon recht viele kleine, für mich sehr wertvolle, Erinnerungen dran.
Heute Abend habe ich endlich mal eine Flasche Est! Est! Est! Wein gekauft. Wenn man schon mal hier ist!
Was das ist? Googelt mal, könnte im Romquiz drankommen ;-)
Ansonsten geht es mir prächtig, euch allen eine gute Nacht!

Don Alfredo und seine Pfarrhelferinnen


ps:
Im Video, welches ich vorhin eingestellt hatte, meinte ich natürlich nicht “richtigen” Pilgerweg, sondern einen richtigen Pilgerweg im Sinne von “etabliert” :-)

Jul
18

Tag 84 – Montefiascone 16,2 km (ges. 1610,6 km)

Loto, der italienische Pilger, der Richtung Rom sozusagen nach Hause läuft, ging heute morgen schon um 04:00 Uhr los. Er wollte heute noch bis Viterbo , über 30 km, weil ihm die Zeit davonlief. Für solche Entfernungen bin ich mittlerweile nicht mehr zu haben. Muß ich ja auch nicht. Die beiden israelischen Mädels trödelten heute morgen ewig rum, wußten auch nicht so richtig, ob sie überhaupt laufen wollten oder runter zum See. Aber das ist auch keine Alternative für mich. Ich habe mir mittlerweile den Ruhetag aus dem Kopf geschlagen. Was soll ich eigentlich irgendwo einen Tag rumhängen, wo ich so nah am Ziel bin. Dann koste ich mein Luxusproblem doch einfach aus:
90 km in 6 Tagen. Das ist doch wunderbar komfortabel. Lieber Jeden Tag ein bisschen laufen und vorwärts kommen, dafür aber in kleinen Etappen, daß der Rest des Tages zum Entspannen da ist.
Wir verabschiedeten uns also. So ist das Pilgerleben; man sieht sich und trennt sich wieder.
Mittlerweile bin ich ja auf der Via Francigena angekommen, DER berühmte Pilgerweg von Canterbury bis Rom. Es gibt Schilder, es gibt Bücher und Listen mit Unterkunftsmöglichkeiten. So, wie auf dem Jakobsweg. Allerdings wesentlich weniger frequentiert.
Und vielleicht auch nicht so perfekt. Meine erste Anlaufstelle, ein Pfarrhaus, war wieder mal nichts. Keiner da, obwohl hörbar der Fernseher lief…?
Sowas juckt mich mittlerweile nicht mehr. Kurz geärgert und dann weiter den Berg hinauf der

Bei den Benediktinerinnen mit Mama Miracoli

Name der Stadt sagt es ja. Immerhin knapp 600 m liegt das Altstadtzentrum hoch. Hier dann bei den Benediktinerinnen angeklopft, und siehe, die haben gleich mehrere Mehrbettzimmer für Pilger. Ich bin zwar der Einzige, aber so kann man sich sein Bett aussuchen. Abendessen gab’s obendrein (seit 3 Monaten wieder mal Spiegeleier gegessen).
Den Nachmittag hatte ich verschlafen. Nach der Dusche (immer DIE Sensation des Tages) kurz mal hingelegt und eingeschlafen.
Seit ich nun in greifbare Nähe zu meinem Ziel gekommen bin, jetzt sogar unter die magische 100 km grenze, löst sich eine innere Anspannung. Es war bisher immer eine gewisse Disziplin notwendig, jeden Tag sein “Programm” zu absolvieren, alles auf den einzelnen Pilgertag zu fixieren, gar nicht groß in die Zukunft zu schauen. Jetzt ist alles absehbar: Ein paar Tage noch laufen – und das nicht mehr soviel, sogar langsam zu machen, um nicht zu früh da zu sein. Nicht mal mehr
eine Woche.
Die innere Anspannung der Disziplin löst sich langsam. Eine andere Spannung nimmt zu: die Vorfreude auf die Ankunft. Alles ist jetzt so konkret.
Und über diesen Spannungswechsel merke ich, wie müde, wie kaputt ich bin.
Aber ich will nicht jammern, sondern danken – ich habe es manchmal selber nicht geglaubt:
Bis hierher hat mich Gott gebracht, in seiner großen Güte!
Euch eine gute Nacht!

Jul
17

Tag 83 – Bolsena 17,8 km (ges. 1594,4 km)

Auch heute möchte ich Euch mit einem Video “abspeisen”.
Heute war ein schöner Tag – Dank sei Gott!
Nicht nur, daß ich in der Region Lazio angekommen bin, nicht nur daß mir die Schwestern in Orvieto dann doch noch den Übernachtungspreis ganz erlassen habe, nicht nur , daß ich knapp vor den letzten 100 km vor Rom bin – Nein, ich habe auch noch 3 Pilger getroffen und wir hatten einen schönen Abend. Seht selbst und eine gute Nacht:

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